Bevor an dieser Stelle das secessionistische Gebäude entstand, das man heute kennt, stand hier ein sehr altes Barockhaus – eines der ältesten am Kohlmarkt überhaupt, ehe der Verlag Ataria es Anfang des 20. Jahrhunderts abreißen ließ, um Platz für einen Neubau zu schaffen.
In diesem alten Haus quartierte sich 1830/31 kein Geringerer als Frédéric Chopin ein. Eigentlich war er nur auf der Durchreise Richtung Paris, blieb aber in Wien hängen, weil in seiner Heimat gerade ein Aufstand gegen die russische Herrschaft tobte und eine Weiterreise nach Polen unmöglich machte. Vom alten Ataria-Haus aus war es nicht weit ins Café Milani, wo er sich seiner Kaffeehaus-Zerstreuung hingeben konnte.