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Huber & Lerner und der verschluckte Nachbar

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Das Schreibwarengeschäft Huber & Lerner gehörte lange zum festen Inventar des Kohlmarkts: mit einem hölzernen Portal, das dem des Geschäfts Förster auf Nummer 5 ähnelte, und einem Sortiment, das von Hochzeitsanzeigen über Briefpapier und Visitenkarten bis zu Siegeln reichte. Wer in Wien standesgemäß heiraten wollte, kam an Huber & Lerner kaum vorbei – das Geschäft existiert bis heute, mittlerweile in der Weihburggasse.

Direkt daneben befand sich einst das kleine, nur kurz existierende Geschäft „Kitschini“ – bis es vom Modehaus Ferragamo übernommen wurde. Dabei wurde auch das historische Holzportal von Huber & Lerners einstigem Nachbarn rückstandslos entfernt.

Aus dem Volksmund: „Das ist ja alles eine Barbarei“, hieß es dazu unter Wien-Kennern – ob unter Denkmalschutz gestanden wäre, was hier verschwunden ist, darüber lässt sich trefflich streiten.